Trauma (griech. : Wunde)

bedeutet in der Psychologie eine seelische Verletzung, welche die Bewältigungsmechanismen eines Menschen überfordert.

Ereignisse, die zu einem Trauma führen können, sind u.a. Unfälle, Misshandlung, Folter, sexueller Missbrauch, Tod eines nahe stehenden Menschen, schwere Erkrankungen, Naturkatastrophen, Verlust- und Vernachlässigungserfahrungen, Kriegshandlungen, Miterleben des gewaltsamen Todes eines anderen Menschen und das Erleben von psychischer Gewalt.

 

Traumafolgestörungen

Ausgelöst durch eine traumatische Erfahrung kann sich bei dem Betroffenen eine ernst zu nehmende psychische Störung entwickeln, die sogenannte posttraumatische Belastungsstörung (PTSD). Zu ihren Symptomen zählen Anspannung, Schreckhaftigkeit, Albträume, Nachhallerinnerungen (Flash-Backs), Vermeidungsverhalten, sozialer Rückzug, emotionales Betäubtsein (Numbing), Gereiztheit, Wutausbrüche sowie dissoziative Zustände. Diese treten meist erst nach einer Latenzzeit von Wochen, Monaten bis Jahren auf.

Neben der PTSD als klassischer Traumafolgestörung können sich auch Angststörungen, Depression und Suchterkrankungen nach dem Erleben von traumatischem Stress entwickeln. 

Traumatherapie

Drei Phasen werden unterschieden

  • Stabilisierungsphase: Hier geht es um das Wiederherstellen eines Gefühls äußerer und innerer Sicherheit
  • Phase der Traumabearbeitung mit Methoden wie EMDR, imaginativen Techniken
  • Phase der Integration des Traumas: Das Erlebte soll in die eigene Lebensgeschichte integriert werden